CR177 Bargeldloses Bargeld?

Oder: Elektronischer Transfer von Bezahleinheiten

Für einige ist es die letzten Bastion gegen die digitale Vorherrschaft, für andere nur noch ein lästiges anonymes analoges Überbleibsel: Bargeld.

An der Ablösung des alten Bezahlkonzepts wird schon eifrig gearbeitet. In Kürze sollen Handys per NFC-Transmitter als digitale Brieftasche fungieren und auch im Netz gibt es schon zahlreiche Anbieter, die den einfachen Transfer von kleineren und größeren Geldsummen ermöglichen wollen.

Was einerseits das Bezahlen erleichtern soll, hat aber auch ein paar Haken: Zahlungen sind nicht mehr anonym und es kommt in Mode die Haftung bei Fehlern auf die Kunden – also uns – abzuwälzen. Im Chaosradio sollen einerseits die technischen Rahmebedingungen und andererseits die gesellschaftlichen Implikationen des digitalen Geldes erklärt und diskutiert werden.

Und natürlich seid auch Ihr gefragt: Welche Erfahrungen habt ihr schon mit virtuellem Geld gemacht?

Gäste: Nibbler, Pluto. Moderation: monoxyd.

Dieser Beitrag wurde unter Chaosradio veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten auf CR177 Bargeldloses Bargeld?

  1. Pingback: chaosradio: Bargeld lacht! | die Hörsuppe

  2. schmofarz sagt:

    Wie könnt Ihr behaupten, Bitcoin sei ein gescheitertes Experiment?

    Solange der Bitcoin auf mtgox mit einem
    täglichen Handelsvolumen
    von ca. 250e3 US$ (min: 50e3, max: 750e3)
    bzw monatlich im durchschnitt mit einem
    Handelsvolumen von 15e6 US$ gehandelt wird,
    kann man nur sagen, daß er sich zumkindest relativ
    konstanter beliebtheit erfreut.

    Gruß

  3. flori sagt:

    Interessante Sendung!

    Hier in Frankreich ist noch ein weitere bargeldlose Zahlungsmethode üblich: der Scheck. Es ist zwar weder schnell und digital noch annonym, man kann damit aber seinem Freund in der Kneipe die Schulden bezahlen oder den Pulli bei der Fachschaft. Die Haftung liegt meines Wissens auch weitgehend beim Händler bzw. bei der Bank.

  4. Zitronenfalter sagt:

    Die Bargeldlose Bezahlung ist gut für die Banken Weltweit ein gutes Geschäft.
    Sie wird bekämpft mit der Begründung der Geldwäsche!
    Wer Geld waschen will schafft es auf anderen wegen!

  5. Heinz sagt:

    Bei Flattr habt ihr die beiden Hauptprobleme nicht angesprochen:
    1. Nimmt Flattr 10% Gebühren und
    2. ist F. Zentral(schlecht) und es sammeln sich dort sehr viele persönliche Daten (Welchen Blog liest man wie viel, was hört man für Musik/Podcasts usw.) – auch schlecht.

  6. rnng sagt:

    Wie hießen die beiden Bücher, die kurz erwähnt wurden?

    • Björn Abheiden sagt:

      Hallo rnng,

      die erwähnten Bücher waren unter anderem
      – “Reamde” von Neal Stephenson
      – “Cryptonomicon” von Neal Stephenson
      – “Daemon” von Daniel Suarez

      “Cryptonomicon” ist dabei leider bisher das einzige Buch, dass ich auch selber gelesen habe. Hier werden Handlungen “parallel” erzählt, die allerdings zu zwei unterschiedlichen Zeiten spielen. Einmal befindet man sich dabei in der Zeit des zweiten Weltkrieges und ein weiteres Mal in den 1990er Jahren. Es geht hierbei, wie bereits in der Sendung erwähnt, auch um ein Vorhaben eines Scheichs, der zwar keine eigene Währung ins Leben rufen will, aber die Gelegenheit für ein anderes Vorhaben schafft, welches auch heute noch immer wieder heiß diskutiert wird. Mehr wird an dieser Stelle allerdings nicht verraten.
      Das Buch erschien erstmals 1999, weshalb der als “Gegenwart” bezeichnet Handlungsstrang sehr interessant ist, wenn man sich immer wieder überlegt, welche Entwicklungen in der Zwischenzeit den “Mainstream” erreicht haben.

      Viele Grüße

      Björn

  7. Schmatzler sagt:

    Und wie hieß der Song, der ganz am Ende gespielt wurde? :)

  8. Björn Abheiden sagt:

    Hallo,

    das System der GeldKarte wurde vor über 10 Jahren eingeführt und wie der Altersnachweis an Zigarettenautomaten aufkam, wurde schon über eine Wiederbelebung der GeldKarte spekuliert, da man den Altersnachweis und eine anonyme Zahlung in einem Arbeitsschritt vornehmen konnte, eben mit einer einzigen Karte. Leider kam es dann anders, als den Leuten bewusst wurde, dass auch der Führerschein in Kredikartengröße oder der (alte) Personalausweis an vielen Automaten genutzt werden kann und die Geldkarte nicht jedes Mal aufgeladen werden musste.
    Für eine Aufladung der GeldKarte müsste ich mittlerweile 1,02 Euro pro Ladevorgang an Mindestgebühr zahlen und das ist es mir nicht wert. Vor zehn Jahren konnte ich damit noch praktisch meinen Burger bei einer großen Fast-Food-Kette zahlen, doch das ist auch vorbei. Die einzigen Akzeptanzstellen, die mehr oder minder großflächig im Einsatz sind, findet man mit Parkscheinautomaten. Darüber hinaus sieht es leider sehr knapp aus und ob die nächste Generation P-Automaten diese Zahlungsmöglichkeit noch bieten wird, ist ungewiss.
    Wie bereits herauszulesen war, finde ich diesen Umstand mehr als Schade und es bleibt abzuwarten, was die kontaktlosen Karten bringen werden, die die Sparkassen verteilen wollen.
    Bei der Geldkarte ließen sich übrigens nur die letzten Buchungsvorgänge “kontrollieren”, also das Datum und die Höhe von Aufladevorgängen oder Abbuchungen. Der Geldbetrag befand sich auf der Karte und war, wie im Beitrag richtig erwähnt, bei Verlust der Karte unwiderbringlich verloren, aber eben dafür auch ein anonymes Bezahlungsmittel.

    Viele Grüße

    Björn

  9. dagmar sagt:

    Wo ist denn die Sendung zum Nachhören?

  10. Sternenwind sagt:

    Gibt es einen Link zu einer Zeitung oder Bericht über den Politiker der behauptete dass, das Bankenwesen sicher sei?
    Oder zumindest ein Namen?

  11. Tilmann sagt:

    Nicht viel neues unter den Sternen, außer das Bitcion immer noch lebt.
    Da war von einem Podcast zum Thema Geld im Allgemeinen die rede bei alternativpost.org oder so, damit habe ich leider nichts gefunden. Wo gibt es den Beitrag?

    Viele Grüße

    Tilmann

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>