CR 202: Ist das etwa alles?

oder: Wie man Crippleware von Anti-Features heilen kann

Die neue Kamera ist eigentlich ganz gut, aber wenn man eine längere Belichtungszeit wählen könnte, wäre sie noch besser. Das kann aber nur das nächstgrößere Modell. Das neue Smartphone ist ganz wundervoll, aber ein einfacher Zugriff auf das Dateisystem ein Ding der Unmöglichkeit. Und der Scanner ist nicht so schnell, wie man in dem US-amerikanischen Werbespot sieht, aber kaputt ist er auch nicht.

Wer ein neues Stück Technik kauft, darf sich schon lange nicht mehr darauf verlassen, dass das Gadget auch alles tut, was die Hardware hergibt. Die Einschränkung von Geräten erfolgt durch Software, die diese “Anti-Features” realisiert. Welche Interessen verbergen sich dahinter? Kann man diese Anti-Features umgehen? Und wenn ja: Wie? Im Chaosradio 202 geht es am 26.06 – ganz ohne Einschränkungen – um Anti-Features, Crippleware und was man dagegen machen kann. Live ab 22:00 Uhr aus den Räumen des CCC in der Marienstrasse 11 oder per Stream unter chaosradio.ccc.de.

Download der Sendung | Ausführliche Shownotes

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26 Responses to CR 202: Ist das etwa alles?

  1. Andre says:

    Hi!
    Wo ist am 26.6.2014 um 22 Uhr der Livestream zu finden?
    Da ich bei Radio Fritz, in die Programmvorschau geillert habe und dort ein Blue Moon mit Teresa Sickert | Liebe im Netz vorfindet.

  2. INCO says:

    Hallo!
    Auf der Chaosradio Seite finde ich zum Thema Streaming nur Links, die ins Chaosradio Wiki verweisen. Dieses ist aber nicht erreichbar (404).

    Wird der Link noch anderswo bekanntgegeben?

  3. Junak says:

    Wird es denn auch einen Download geben?
    Konnte leider nicht mithören bei der Arbeit.

    Ich in noch zu verwöhnt von Fritz. Da gab es die Sendung bereits kurz nach Ende der Ausstrahlung zum Download.

  4. Sporty1200 says:

    Danke danke danke
    Super doch jeden Monat chaos radio :)

  5. Yggdrasil says:

    Sehr schön, dass es weiterhin jeden Monat einen CCC-Podcast gibt!

  6. hemathor says:

    die sendung war gut, eigentlich wie im radio. mich persoenlich stoert ein bisschen das publikum, bzw. deren anwesenheit. dadurch mindert sich meinem eindruck nach die konzentration und fokussiertheit der beteiligten betraechtlich.

    ueber die tonqualitaet (zumindest im stream, die aufzeichnung habe ich nicht gehoert) brauche ich mich hoffentlich nicht auszulassen, da hoffe ich auf besserung durch eine steile lernkurve in der nahen zukunft (evtl. durch ansteckmikrofone???).

    bloed war auch, auf die livecam zu verweisen, den link dann aber auf der webseite so gut zu verstecken, dass zumindest ich nicht in der lage war, selbigen zu finden…

    ansonsten: daumen hoch! :)

  7. scherno says:

    Kann man in irgendeiner Form speziell dieser Sendereihe Geld zuwerfen?

    Jetzt, da jede zweite Sendung nicht üner Fritz läuft, fühlt es sich ja noch mehr wie eine nette Geste für den Hörer an. Wenn es da eine Möglichkeit gibt, dass man da ein paar Groschen einwerfen kann, dass Markus und Gäste wenigstens ne Runde Pizza davon kaufen können + Hardware auf Langzeit, wäre das doch toll. Bei anderen klappt dies auch :)

    • monoxyd says:

      Das ist voll lieb, aber nicht nötig. Das Chaosradio ist eine Veranstaltung des Berliner Clubs und die Technik & Manpower wird dementsprechend auch vom Club gestellt. Aber vielen lieben Dank für das Angebot!

      Wenn du den Beteiligten einen direkten Gefallen tun, kannst du ihnen gerne hinterherklicken, die meisten haben ja noch ein paar andere Projekte am Start und Aufmerksamkeit ist ja auch eine schöne Währung. Ein gewisser Moderator hat da ja wohl zum Beispiel ein paar Podcasts…

  8. Philipp says:

    Tolle Sendung. Könnt ihr in zukunft auch die anderen Formate (opus, ogg-vorbis) per feed und per torrent anbieten? Fänd ich toll.

  9. Aria Lur says:

    Hallo!
    Ich würde mich freuen wenn mir wer sagen kann wo ich die Video Aufzeichnung finden könnte, falls die den existiert :)

  10. André says:

    Also vielleicht war monoxyd nur nicht in Form, aber das erbarmungslose Durchmoderieren hielt sich diesmal in Grenzen.

  11. Darth Severus says:

    Danke das Ihr weitermacht, die Sendung ist insgesamt sehr gut. Allerdings fand ich die laufende Folge ein klein wenig langweilig. Mir wäre lieber das Thema selbst wäre etwas technischer bzw. ‘nerdiger’, dafür die Musik etwas massenkompatibler. Ihr könntet ja die Folge die nicht im Radio kommt, jeweils etwas anspruchsvoller machen oder Themen behandeln die eventuell weniger Leute interessieren.

    z.B.
    - Entwicklungen im Bereich Linux Desktops
    - Allgemein mehr zu Linux
    - Anonym kommunizieren, Bitmessage, Torchat, etc.
    - Handy-Betriebsysteme wie Tizen, Jolla, CyanogenMod
    - Interessante Programmiersprachen oder Frameworks vorstellen, z.B. Oberon-2

  12. Futura says:

    Jup, ich würde mir auch mehr “nerdigere” und anspruchsvollere Themen wünschen. Ala eine Folge über ZFS, was im Grunde nur Nerdkinder interessieren wird. Bitte nicht zu viel Mainstream/Massenkompatibilität, davon gibt es viel zu viel.

  13. Christian says:

    Die Sendung fand ich super.

    Zum Inhalt:
    Es wurde von den Gästen immer wieder das Argument gebracht “Der Kunde muss selber bestimmen dürfen, was seine Hardware können darf.” – genau diese Wahl hat der Kunde doch. Er entscheidet über den Kauf des Modells, welche Funktionen er haben möchte.

    Hersteller sind keine Wohlfahrtsverbände, die z.B. Kameras bauen, damit jeder Mensch eine besitzen kann. Hier gehts ums Geschäft. Und mehr Funktionen kosten eben mehr Geld. Ich habe den Eindruck, dass man sich eher wünscht “Ich will alles, aber ohne dafür zu zahlen”. Windows Starter schreibt max. 3 Programme vor, kostet ab auch weniger als Windows Ultimate, wo dann alles geht. Der Kunde entscheidet, was er kauft.

    Natürlich könnten Hersteller auch Geräte verkaufen mit freier Software. Aber diese würden dann eben genausoviel kosten, wie die heutigen Topmodelle, die alles können. Eben weil sie dann alles können. Diese würde der Kunde aber nicht kaufen, weil dann jede kleine Knipskiste 1000,-€ kosten würde.

    Man muss halt akzeptieren, dass Oma Erna für die Fotos ihrer Enkelkinder kein RAW Format braucht,und nur 50 Euro für eine Kamera ausgeben will, und nicht 1000,- Euro für Funktionen bezahlt, die sie nicht braucht.

    Kein Hersteller könnte noch Garantie anbieten und kein Händler zur Gewährleistung gezwungen werden, wenn der User mit seiner Hardware machen kann, was er will. Die Beweislast liegt dann plötzlich beim Kunden, weil der Hersteller sagt “Warum soll ich für etwas gerade stehen, was nicht in meinem Verantwortungsbereich liegt?”.

    Auch die Aussage “Diese beschränkten Modelle sind für den Hersteller teurer, weil extra Code entwickelt wird, um sie einzuschränken.” ist zu kurz gedacht. Der Hersteller hat zwar mehr Entwicklungskosten, aber die Masse der Verkaufszahlen sorgt dafür, dass am Ende ein Plus über bleibt.

    Man sollte nicht vergessen, dass 99% der Kunden eben Oma Ernas Enkel sind, die eine Spielekonsole kaufen, und nur 1% diejenigen, die sich aus einer XBox einen Supercluster bauen wollen.

    Und nur weil diese 1% zu geizig sind, Geld in die Hand zu nehmen, um sich gute Hardware zu angemessenen Preisen zu kaufen, sollen in Zukunft alle anderen für ihre Spielekonsole den Preis eines Supercomputers zahlen, weil der Herseller die Hardware nicht mehr über Funktionseinschränkungen “subventionieren” darf.

    Klingt für mich ziemlich egoistisch.

    • majoria says:

      Ich sehe das ähnlich wie Christian. Als Hersteller von Software, sollte es schon möglich sein auch abgespeckte Varianten für andere Märkte veröffentlichen zu dürfen. Bei Geräten hab ich allerdings kleine Bedenken, wenn durch Software wie bei Druckern die nur bestimmte Druckerpatronen nehmen oder Seitenzähler drin haben um nach einer Weile trotz halbvoller Patrone den Druck zu verweigern. Hier wird einerseits dafür gesorgt das Elektroschrott entsteht, da der hersteller einfach die Herstellung der Patronen einstellt
      (Drucker kann man wegwerfen)
      ,
      bzw. das der Toner oder die Patrone auf dem Müll wandert nur weil sich das die Software so denkt.
      Das ist Egoismus des Herstellers und schadet dem Gemeinwohl.
      Ich fand deshalb das EU Urteil im Druckerbereich sehr Sinnvoll und hoffe auch, dass dies im Handyladegerätbereich so bleibt.

  14. Freeriderhans says:

    Hallo!

    Tolle Sendung – aber ihr habt meiner Meinung nach einen Riesenmarkt völlig außer Acht gelassen: die Autoindustrie. Da ist es im Bereich der Softwaregesteuerung schon lange so, dass Features und auch Motorleistung Softwaretechnisch abgeschaltet wird um verschiedene Modellreihen zu realisieren – eine Aktivierung inkl. Chiptuning kostet dann hier eine Stange Geld. Z.B. können Features wie Abbiegelicht, Tagfahrlicht, oder auch Chiptuning allein durch Software eingestellt werden ohne Hardware zu ändern – wenn natürlich die Hardware vollständig da ist ;). Beim Chiptuning: z.B. bringt VW die 1.9 und 2.0 Liter Diesel raus – ein und dasselbe Motormodell darstellen. Dies ist nur per Software geregelt. Ich fand es ein wenig merkwürdig, dass das Thema hier überhaupt nicht angeschnitten wurde – sich “nur” auf Kameras, Router und OS zu fixieren fand ich persönlich zu eng gesteckt. Inhaltlich trotzdem erhellend.

  15. Nils says:

    Alles gut, alles ok, wie immer hörenswert… ABER

    Ich finde die Darstellung stark vereinfacht und immer mit der Brille auf die bösen (ja vielleicht) großen Konzerne beschränkt.

    Ein Gegenbeispiel, welches ich in der Sendung vermisse:

    Eine coole kleine Soft- oder Hardwarebude, welche nicht auf Gewinnmaximierung, sondern auf die Bezahlung ihrer Mitarbeiter aus ist, entwickelt eine Technik XY die im Zielmarkt viele Euros wert ist. Diese vielen Euros werden erreicht, aber eine Marktvergrößerung kann nur dadurch erreicht werden, dass man auch für weniger Euros eine Lösung anbietet. Was bleibt mir übrig? Die Superlösung günstiger anbieten? Ja, aber dafür mache ich mir meinen bestehenden, bereits akquirierten Markt kaputt.. Alternative? Ich entwickel nichts neu, mache ein paar Schnitte hier und da und verkaufe die annähernd gleiche Lösung mit weniger Features für weniger Euros und erschließe zusätzliche Märkte? Macht euch mal eine Meinung dazu und habt eine Firma die mit 3 MA gestartet ist und nun für 12 Gehälter verantwortlich ist im Kopf. Ist aus Techie-Sicht “doof” aber ohne das gäbe es evtl beide Lösung nicht oder 9 Arbeitsplätze weniger..

    Eine, nicht meine alleinige Sicht, die ich gern angreifen lasse, aber zu bedenken geben möge.. also steinigt mich! ;-)

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