CR225: Digitales Geld & Smart Contracts

Wieviel Bit ist eigentlich ein Euro?

Unser Geld wird zunehmend digital. Einerseits durch Schaffung von sogenannten digitalen Währungen oder “Smart Contracts” wie das (schon fast veraltete) Bitcoin oder Ethereum. Andererseits gibt es durch sogenannte “Fintech-Startups” das altehrwürdige Girokonto zu modernisieren und ins Smartphone zu bringen.

In Zukunft werden wir also keine Münzen, Scheine und Kreditkarten mehr haben, sondern nur noch per App bezahlen? Den aktuellen Stand und natürlich Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Finanzwelt erklärt und hinterfragt Marcus Richter mit den Gästen vom Chaos Computer Club im Chaosradio im Blue Moon.

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9 Antworten auf CR225: Digitales Geld & Smart Contracts

  1. Torsten Maue sagt:

    Da ist ein gravierender Fehler relativ am Anfang drin.

    Die Händlergebühren bei Visa und Mastercard betragen KEINE 2-3 % mehr, sondern wurden von der EU bereits 2015 auf 0,3 % gedeckelt.

  2. Oliver Tacke sagt:

    Ich fand den ersten Song klasse, konnte aber beim besten Willen den Names des Interpreten nicht verstehen. “Color so late”? “Kalasoleyed”? Und heißt der Song “Swap” oder “Swamp”? Weiß es jemand? Ich finde nix, Soundhound sucht wohl nur Maimstream, und in den Shownotes steht auch bloß “Musik”.

  3. Sebastian sagt:

    Da hat Dirk Number26 aber eine große Unterstellung untergeschoben. Die erklären ihr Geschäftsmodell auf Ihrer Website so das sie Geld mit den Kreditkartengebühren, den Dispozinsen und Auslandsgebühren verdienen (https://n26.com/unser-geschaeftsmodell/?lang=de). Datenverkauf finde ich eine gewagte These wenn es keine Anhaltspunkte dafür gibt.
    Im weiteren kann man anmerken das Number26 das Konto als “Gehaltskonto” einstuft sobald min. 1000,- pro Monat darauf überwiesen werden. Auch diese Info findet man auf der Website.
    Das herausgestellte Merkmal das man damit überall Geld abheben kann ist allerdings heute nichts besonderes mehr. Das geht z.B. bei der ING DiBa (aber auch bei vielen anderen) genauso. Eigentlich ist N26 da nichtmal besonders gut, weil sie eventuelle Zusatzgebühren, die Fremdbanken erheben können, an die Kunden weiterleiten und es dann nicht mehr kostenlos ist (Sparkassen machen das z.B. gerne). Andere Direktbanken übernehmen das.

    Das eigentliche “Killerfeature” von N26 sehe ich eher in der MoneyBeam Funktion (sowas habe ich sonst noch nirgends gesehen) und der sofortigen Pushbenachrichtigung wenn Transaktionen stattfinden. So hat man Missbrauch sofort im Blick.

  4. little-endian sagt:

    @CCC:

    Woah Leute, also es ist ja schon schlimm genug, dass das die einschlägigen Nachrichtenportale nicht begreifen wollen, aber dem Chaos Computer Club hätte ich dann doch mehr Sachkompetenz bei der Wahl von Begrifflichkeiten zugetraut:

    Was bitte wird am Geld “digitaler”? Was ist denn bei regulärem, offiziell von Staaten in Umlauf gebrachtem Geld nicht digital? Es wird zunehmend e-l-e-k-t-r-o-n-i-s-c-h-e-r, zum tausendsten Mal auch an euch.

    Egal ob eBooks, dank derer es Werk xy nun auch “digital” gäbe oder nun die digitalen Zahlungsmöglichkeiten – die permanente Verwechslung der Adjektive “digital” und “elektronisch” nervt und wirkt furchtbar laienhaft.

    Der Begriff “digital” mag unglaublich hip sein, taugt jedoch nicht zwingend zur Abgrenzung von vermeintlich analogen Dingen, da die eben oft genauso digital sind – vom Erbgut über Mathematik bis hin zu Währungen. Und das schon lange vor Erfindung des Computers.

    CCC: setzen, sechs!

    • Lukas sagt:

      Kunden einer Bank nutzen die Digitaltechnik bei ihren Bankgeschäften immer öfter und weitreichender. Am Anfang wurden Überweisungen per Papierformular durchgeführt, die in den Briefkasten der Bank geworfen mussten. Dann kamen Kontoauszugsdrucker, die Überweisungen durchführen konnten. Nun erledigen viele ihre Überweisungen über das Internet, auf ihrem Smartphone oder Computer. Dasselbe gilt zum Beispiel auch für Kontoauszüge, wohingegen früher jeder Kontoauszüge als Papierausdruck verwaltete, ist der digitale Kontoauszug in Form eines im Onlinebanking herunterladbaren oder per Mail versendeten Dokumentes immer verbreiteter.

      Und auch was die Währungen angeht, kann man meiner Meinung nach von Digitalisierung sprechen. Bisher waren physische Gegenstände verbreitete Grundlage einer Währung (Gold), bei den Cryptocurrencies ist das nun eine digitale, nicht-greifbare Dienstleistung, das Signieren der Blöcke. Bei bisherigen Währungen existierte immer ein physisches Zahlungsmittel (Banknoten, Münzen), bei Cryptocurrencies ist das Budget nur noch in digitaler Form (aus 1en und 0en bestehend) vorhanden.

      Ich will nicht sagen, dass Digital der unanfechtbar richtige Begriff ist, aber so falsch, dass man direkt so stark darauf bashen muss, ist er auch nicht.

      Viele Grüße aus NRW,
      Lukas

  5. little-endian sagt:

    @Oliver Tacke:

    Mir hat das Lied auch gefallen, gute Auswahl seitens des CCC, womit sie zumindest einen Teil ihrer “Digitalidiotie” wettmachen.

    Übrigens könnte dir das Album “Diskovery Channel” von Human Blue dann eventuell auch gefallen, jedenfalls hat mich Calla Soleid daran erinnert.

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