CR244: Das Ende von Facebook?

Wie Skandale und Gesetze dem Netzwerk an den Kragen gehen

Facebook lebt von Werbung. Und damit von seinen Nutzern, denn sie generieren die Werbeumsätze. Dieses Unternehmensmodell steht nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica auf dem Prüfstand. Im Chaosradio 244 spricht Marcus Richter mit seinen Gästen live ab 22 Uhr im Fräulein Fritz in Kreuzberg über Facebook und Datenschutz, Datenhändler und die Konsequenzen, die wir aus den Skandalen ziehen sollten.

Die Musik stammt diesmal aus dem Album Red von King Shi.

Die Links zu den Veranstaltungshinweisen:

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8 Kommentare zu CR244: Das Ende von Facebook?

  1. anonym sagt:

    Wo kann der Mitschnitt runtergeladen werden?
    Irgendwie sind nämlich keine entsprechenden Links vorhanden.

  2. Zeitzeuge sagt:

    zw. dezentrale soziale Netzwerke : bin mir da nicht sicher, was da die genaue Definition von sozialem Netzwerk ist, aber zur Erinnerung : als Skype 2003 an den Start ging, war es auch dezentral konzipiert ( Wikipedia hierzu : “ Ursprünglich war die Struktur von Skype als dezentrales Peer-to-Peer-Rechnernetz (FastTrack) angelegt. So wurden früher Verbindungen von Gerät zu Gerät teilweise über Rechner anderer Skype-Teilnehmer weitergeleitet, die dabei als supernode agierten. “ – https://de.wikipedia.org/wiki/Skype ) nur war damals DSL noch in den Kinderschuhen und UMTS noch ferne Zukunftsmusik auf der Cebit.. naja von daher die Performance eher mäßig.. und als dann halt Microsoft kam und nen Batzen Geld drauflegte.. : siehe Rest des Wikipedia-Artikels.. / bzw. wie schon im Podcast angesprochen wurde : wo ein Trog…

  3. Dirk sagt:

    Zwei Fragen kamen mir nach der Folge im Sinn:

    1. Wenn man sein Profil bei FB löschen würde, wird das Profil dann tatsächlich entfernt und alle Daten die damit verknüpft sind oder nur der Zugang und das Profil anonym weitergenutzt zwecks Tracking? Falls ja würde das löschen ja nicht viel bringen?

    2. Was dezentrale Netzwerke angeht fiel mir direkt „Teamspeak“ ein, wäre das nicht evtl. ein Ansatz? Clients die man nutzen könnte um sich bequem auf verschiedene Server im Netz zu verbinden, Server die man evtl. einfach analog zu TS-Servern mieten könnte usw.?

    • MaM sagt:

      Ich kenne Teamspeak nicht gut genug, mir ist aber, dass nur alle auf einem Server sprechen können? Vollständig dezentral wäre es, wenn jemand mit Konto A auf Server 1 mit einem Nutzer unter Konto B auf Server 2 reden könnte. Auch ist TS Protokoll wohl nicht öffentlich dokumentiert. Aber es stimmt, es ist schon etwas flexibler, als eine einzige große Plattform, da jeder einen Server betreiben kann und es verschiedene Client-Software gibt.

      Wirklich gute / funktionierende Ansätze für die Redezentralisierung sind mir leider auch nicht bekannt. Diaspora, GNUsocial, … gibt es zwar alle, aber die kooperieren nicht wirklich mit einander. Dabei gäbe es mit W3C ActivityPub ja nun einen Standard, welchen alle einbauen könnten :/ https://activitypub.rocks

  4. Hans sagt:

    Was für ein Versäumnis!

    Obwohl ihr Max Schrems ständig lobt, macht ihr an keiner einzigen Stelle Werbung für seine Organisation, obwohl die super ins Thema passt.

    NOYB – „None of your business“

    https://noyb.eu/

    „noyb ist aus den Ideen von Max Schrems, Jurist und Datenschützer, entstanden. Neben Max sind auch Christof Tschol, Jurist und Datenschutzexperte, sowie Petra Leupold, Juristin und Verbraucherschutzexpertin, im Vereinsvorstand.“

    „Many companies ignore the stringent privacy laws in Europe. This is possible, because it is too complicated and expensive for individual users to claim their rights. noyb will close the gap between law and the reality by collectively enforcing your rights, so that your rights become reality.“

  5. Max sagt:

    Dieses ewige Signal geht mir langsam wirklich auf die Nerven. Vor allem, dass dafür Werbung gemacht wird und es zu allem Überfluss auch noch als gute Alternative zu WhatsApp angepriesen wird. Auf der einen Seite heißt es, nehmt doch bitte Alternativen zu Facebook, nämlich dezentrale Netzwerke. Auf der anderen Seite wirbt Ingo Dachwitz für das zentrale Signal!? Die Zentralität ist doch nicht nur bei Facebook ein Problem. Warum wird das nur bei Facebook erkannt? Das wirkt kurzsichtig.

    Erstens sind bei Signal alle Daten an einem Punkt; so ist das Ziel unglaublich lohnenswert und somit potentiell öfter ein Ziel von Angriffen. Zweitens hat jemand, wenn er einmal „drin“ ist, Daten von _allen_ Nutzern. Das Missbrauchspotential des Betreibers selbst ist auch ungleich größer. Drittens sind solche Dienste bspw. von repressiven Regierungen viel einfacher zu boykottieren. Einfach eine handvoll IP-Adressen blockieren und fertig. Dezentrale Netze kann man quasi nie vollständig ausschalten.

    Ein weiterer Punkt gegen Signal ist der Serverstandort USA und der dort geltende USA PATRIOT Act. Die Geheimdienste dürfen einfach in deren Server hacken und müssen das Gericht gerade einmal informieren, nichts weiter. Aufgrund der Größe und der Metadaten sind sie sicherlich ein lohnenswertes Ziel. Und falls sie draufkämen, könnten sie Metadaten vieler Nutzer abgreifen.

    Nächster Punkt – und hier wird es immer gewichtiger: Signal ist auch nur ein weiterer Walled Garden / ein goldener Käfig. Ganz recht; weder kann der Server föderiert werden, das verhindert Open Whisper Systems, noch darf man den Client forken, der Entwickler droht mit Klage.

    Der letzte Punkt ist, dass die Telefonnummer der Identifier ist. Allein dieses Argument ist schon ein absolutes Ausschlusskriterium. So ist Signal nur bei Telefonbuchupload sinnvoll nutzbar. Und selbst bei vorherigem Hashen ist der Vorgang nur pseudonym, nicht anonym und somit eine Verletzung der Privatsphäre. Zudem ist es schlicht unmöglich, auf Geräten ohne SIM-Karte Signal zu verwenden – also auf dem PC, Tablet o. Ä.

    Die einzigen Vorteile Signals gegenüber WhatsApp sind, dass sie zumindest sagen, dass sie keine Metadaten speichern und dass es Open Source ist. Aber das sind einfach keine genügenden Vorteile, um die Anpreisung zu rechtfertigen.

    Daher an dieser Stelle noch einmal der Verweis auf XMPP. Wer heute noch sagt, Conversations wäre kompliziert zu benutzen, der hat es in letzter Zeit vermutlich einfach nicht wollend ausprobiert. Wer sich eine E-Mail-Adresse einrichten kann (und das kann vermutlich so gut wie jeder unter 40-50), der schafft es auch, sich ein XMPP-Konto einzurichten. Und Conversations ist das Pendant zum E-Mail-Client, das bekommen die meisten Smartphonenutzer doch auch hin…

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